2. Juni: Bei den meisten Weizenbeständen (ausgenommen Waldviertel) sind die Ähren bereits geschoben, in den frühen Lagen bzw. frühe Sorten hat die Weizenblüte bereits begonnen.
Der Krankheitsdruck hat aufgrund der regnerischen Witterung zugenommen, wobei der Anstieg in Niederösterreich und dem Burgenland ganz massiv ist.
Die Laborergebnisse auf mit freiem Auge noch nicht sichtbaren Befall zeigen, dass jetzt in ganz Österreich der Befall mit Blattseptoria (Septoria tritici) im Schnitt über der Schadschwelle von 5 % liegt. Da der Befall mit Blattseptoria erst 4 Wochen nach der Infektion sichtbar wird, ist bei den Beständen in Niederösterreich und dem Burgenland diese Krankheit mit freiem Auge nur vereinzelt auf den untersten Blättern zu finden. Der Befall mit der Blatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum) liegt im Schnitt aller Proben ebenfalls über der Schadschwelle von 5 %.
Da der Befall mit Blatt- und Spelzenbräune bereits 7 bis 10 Tage nach der Infektion sichtbar wird, kann diese Krankheit in vielen Beständen auf den untersten Blättern bereits gesehen werden.
In den anfälligen Sorten wurde bereits ein Befall mit Braunrost bzw. Mehltau gefunden. Aufgrund der optimalen Infektionsbedingungen wird der Krankheitsbefall rasch die oberen Blätter befallen und den Blattapparat zum Absterben bringen.
Derzeit sind in vielen Regionen auch Infektionsbedingungen mit Ährenfusariosen gegeben, die während der Weizenblüte, speziell bei Vorfrucht Mais bzw. Getreide und Ernterückständen an der Bodenoberfläche besonders bei kurzstrohigen Sorten zu einem höheren Toxingehalt im Erntegut führen können.
Einen Überblick über die gebietsspezifischen Infektionsbedingungen zeigt das Prognoseprogramm proPlant expert basic (Link z.B. links oben). Eine Fungizidbehandlung wird in gut geführten Beständen empfohlen. Die Empfehlungen finden Sie auf den einzelnen Regionenseiten.